THE FEVER 333 im Soundcheck | America’s Most Wanted

Band: THE FEVER 333 / Album: Made An America EP / Genre: Crossover, Hardcore / Release: 2018 / Label: Roadrunner Records / AnspielTipps: Made An America, Soul’d Me Out, Burn It (new single)

Wollen gehört werden: THE FEVER 333

Zeit für einen Aufschwung

Liest man sich die Kommentare in den sozialen Medien und in Foren zu THE FEVER 333 durch, fühlt man sich unweigerlich in eine Zeit zurückversetzt, in der Musik tatsächlich noch eine Bedeutung hatte. Als Bands tatsächlich noch eine Message hatten und in ihren Texten Missstände offen ansprachen. Eine Zeit, in der Musiker nicht davor zurückschreckten für etwas einzustehen, aus Angst, man könnte die eine oder die andere Seite der Hörerschaft vergraulen.

There’s a Fever comin‘

Man hat das Gefühl, es ginge ein Ruck durch die Community. Ein Aufschwung. Man liest Kommentare wie „Die Band, die Amerika jetzt braucht“ oder „dieser Moment, wenn dich eine Band besser behandelt als deine Regierung“. THE FEVER 333 ecken an. Sie polarisieren. Aber vor allem werden sie wahrgenommen. Sie finden Gehör und scharen immer mehr Fans um sich. Ihre Konzerte nennen sie „Demonstrations“. Sie prangern ihre Regierung an und rufen die Menschen auf, für einander einzustehen. Ihr Debüt-Album wird deshalb passenderweise den Namen „Strength in Numb333rs“ tragen.


Das offizielle Video zur aktuellen Single „Burn it“

Vor großer Zukunft

Dass mit dieser Band in Zukunft zu rechnen sein wird, haben auch schon Travis Barker (Blink 182) und John Feldman (Goldfinger) früh erkannt. Die beiden nahmen das Trio sofort bei ihrem Plattenlabel „More Hi-Hat“ unter Vertrag.  Barker spielte auf ihrer E.P. „Made An America“ sogar das Schlagzeug ein und mit dem Release dieses Debüts unterschrieb man gleich zusätzlich bei „Roadrunner Records“, einem der größten und legendärsten Label für Heavy-Music.



Rage Against The Machine 2.0?

Man könnte THE FEVER 333 wohl getrost als Rage Against The Machine der Jetzt-Zeit bezeichnen. Sänger Jason Butler variiert gekonnt zwischen aggressivem Rap, Clean-Gesang und Shouts. Er erinnert dabei gelegentlich so dermaßen an eine Mischung aus Zack de la Rocha und Chester Bennington, dass einem schon fast unheimlich wird. Der Gitarren-Sound von Stephen Harrison im Zusammenspiel mit den explosiven Drums und E-Samples erzeugt in den härteren Songs eine wahre Sound-Wucht. Wird es hingegen etwas ruhiger, wie im Vers-Teil von „Walking In My Shoes“, wechselt die Instrumental-Fraktion dynamisch zwischen minimalistischem Beat und krachendem Punk-Refrain.

Konzerte? Bei THE FEVER 333 sind das Demonstrationen!

Bei Ihren „Demonstrations“ sind THE FEVER 333 eine absolute Macht. Butlers und Harrisons abendliche Schrittzahl kommt dabei sicherlich der einer Oktoberfest-Bedienung nahe. Die beiden rennen, springen und zappeln die Bühne rauf und runter, dass das menschliche Auge kaum noch hinterherkommt. Diese hingebungsvollen Live-Shows haben auch „Bring Me The Horizon“ bemerkt und sich die drei Mannen aus Los Angeles als Vorband für Ihre „First-Love-Tour“ gesichert. Am 7. Dezember heimste die Crossover-Band für ihre energetischen Darbietungen sogar eine Grammy-Nominierung in der Kategorie „Best Rock Performance“ ein.  


Eine halbe Stunde purer Wahnsinn: THE FEVER 333 live im Reading Festival 2018

Ob THE FEVER 333 ihrem Hype gerecht werden oder ob es doch nur bei einem kurzen und heftigen Ruck bleibt, werden wir am 18. Januar erfahren Dann erscheint das heiß erwartete Debüt-Album „Strength in Numb333rs“.  


ROg | TheRockPopBlog


Links zur Band:

Website | Spotify | Instagram | Facebook


Written by

Josef Erl

Musizierender Schreiberling aus den Tiefen eines von Landwirtschaft besetzten Niederbayerns. Umringt von Feldwegen und Gülle-Tanks, kämpft er für eine lokale Musikszene, die zwar nicht tot ist, doch langsam aber sicher aus ihrem wohlverdienten Schönheitsschlaf erwachen dürfte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.