KEEP IT CLOSE | Interview

Bis der Schweiß von der Decke tropft

Keep It Close sind vier Jungs aus Landshut, die nicht nur einfach eine weitere Rockband sind. Mit Blut, Schweiß und Tränen kämpfen sie für ihren Traum: Jeden Tag auf einer Bühne stehen und in einem Van durch die Welt zu tingeln. Sänger Luca im Gespräch mit ROg: TheRockPopBlog.

Erzähl uns doch bitte kurz die Story von „Keep It Close“.

„Marco und ich kannten uns schon von früher und kamen dann irgendwie Mitte 2017 dazu mal gemeinsam Sound zu machen. Ende 2017 hatten wir dann auch einen festen Bassisten und kurzer Hand beschlossen ins Studio zu gehen. Im August 2018 haben wir dann die Mini-EP Torture Me veröffentlicht. Letzten Winter hat uns dann leider unser Bassist wegen Zeitmangel verlassen. Aber im darauffolgenden Februar stießen Felix und Vincent zu uns und wir waren wieder vollständig. Man könnte fast sagen, vollständiger als je zuvor.“

Ihr habt seit eurer Gründung ein beachtliches Pensum an Live-Gigs hingelegt. Habt ihr überhaupt noch Zeit für ein Leben abseits der Bühne?

„Es könnten sogar mehr sein, wenn man bedenkt wie viele Mails ich jede Woche an Veranstalter schicke. Wenn es nach uns ginge würden wir am liebsten jeden Tag spielen und in einem Sprinter wohnen. Klingt wahrscheinlich für viele nicht nach einem Lebenstraum. Aber für uns schon. Wer weiß, vielleicht sieht es in zwei Jahren schon ganz anders aus.  Wir arbeiten oder studieren alle. Jedoch ist es schon oft schade, wenn man fast jedes Wochenende irgendwo unterwegs ist, oft auch Freitag und Samstag. Da werden Freundschaften und Beziehungen auf jeden Fall in Mitleidenschaft gezogen. Aber bei uns hält sich das noch alles im grünen Bereich.“

    

Wenn man sich die Live-Clips eurer Konzerte ansieht, tropft euer Schweiß schon fast aus dem Bildschirm! Mehr geht nicht. Aber wie schafft man es bei so viel Einsatz noch Töne zu treffen und die richtigen Saiten anzuschlagen?

„Wir proben zwei, wenn nicht sogar drei mal die Woche. Da sitzen die Lieder eben blind.“

Am Freitag startet ihr beim Bandcontest „Rock in der Villa“ in Landshut. Was dürfen die Fans dort von euch erwarten und wie schätzt ihr eure Chancen ein?

„Am Freitag gibt es ordentlich Rasierschaum auf die Backen, das können wir schon mal sagen! Unsere Chancen können wir schwer einschätzen, da wir uns von den anderen Bands erst live ein Bild machen möchten. Aber in erster Linie geht es ja darum einen schönen Abend mit guter Musik zu haben.“

„Rock in der Villa“ ist nicht euer erster Contest. Ihr seid auch noch beim Emergenza vertreten und steht da mittlerweile im Süddeutschland-Finale. 

„Das stimmt! Wir haben das Semi-Finale erst am 18. Mai gespielt und gewonnen. Das Süddeutschland-Finale findet am 29. Juni im Backstage München statt und dann geht es hoffentlich auf das Taubertal Festival.“

Wie war euer Eindruck vom Emergenza bisher?

„Das Emergenza bringt einer Band schon was, jedoch erst ab einem bestimmten Level. Die meisten Bands sind zu voreilig, treten dann bei solchen Contests an, obwohl sie eine zu kleine Fanbase haben und die Show noch nicht gut genug durchdacht haben. Dann ist oft schon in der ersten Runde Schluss und man ist gekränkt. Die Konkurrenz ist sehr stark bei diesem Contest, vor allem ab der zweiten Runde. Uns hat es selbst gewundert, dass wir erneut den ersten Platz belegt haben.“

Als alte Contest-Hasen, was muss eine junge Band mitbringen, um eine Jury zu beeindrucken?

„Puh, einfach spielen und Glück haben, dass es der Jury gefällt.“

Eure EP „Torture Me“ trägt eine tiefe, kraftvolle Melancholie in sich. Doch bei all der Schwere und dem Schmerz glimmt in jedem der Songs auch ein Funken Hoffnung auf. Benutzt ihr eure Musik als eine Art emotionales Ventil?

„Absolut. Andere gehen laufen oder Boxen zum runterkommen, wir machen Sound. Die neuen Songs, welche wir auch schon live spielen, sind jedoch um einiges erwachsener. Nicht nur vom Text her, sondern auch vom Sound.“

Wohin führt euer Weg und was dürfen wir 2019 noch von KEEP IT CLOSE erwarten?

Unser Weg führt nach Bethlehem. Der Stern weißt uns den Weg. Nein, ohne Witz. Wir wurden von einem Festival in Bethlehem gebucht und werden im August vier Tage dort sein. Außer die Lage wird dort etwas brenzliger, was wir nicht hoffen. Was wir noch versprechen können ist, dass 2019 mehrere Veröffentlichungen anstehen und wir vorab schon sagen können, dass es groß wird und keine Kosten und Mühen gescheut werden.

Was möchtet Ihr der Welt da draußen mitteilen?

„Welt, du bist kaputt. Bis dahin, Luca“


Hier die Links zur Band:

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Weiterführende Links:

Offizielle Website zu Rock in der Villa

Facebook-Profil „Rock in der Villa“


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Written by

Josef Erl

Musizierender Schreiberling aus den Tiefen eines von Landwirtschaft besetzten Niederbayerns. Umringt von Feldwegen und Gülle-Tanks, kämpft er für eine lokale Musikszene, die zwar nicht tot ist, doch langsam aber sicher aus ihrem wohlverdienten Schönheitsschlaf erwachen dürfte.

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